Akzeptanz-Commitment-Therapie (ACT)

Bei der ACT handelt es sich im weiteren Sinne um Verhaltenstherapie (VT). Sie gehört zur so genannten Dritten Welle der VT, die sich neben dem Verhalten und den Gedanken auch den Gefühlen zuwendet. Ein großer Unterschied liegt in der Zielsetzung der ACT. Diese ist in erster Linie das Erlangen psychischer Flexibilität. Psychische Flexibilität meint, dass ich in Situationen dazu in der Lage bin, mich entsprechend meiner Werte zu verhalten, anstatt blind meinen Gedanken / Gefühlen zu folgen.

Ein Beispiel in dem viele so handeln sind Prüfungen. Ich bemerke vor einer Prüfung, dass ich nervös bin oder Angst habe. Mein Verstand sagt mir, dass ich nicht bestehen werde / nicht gut genug sein werde. Als Verhaltensimpuls kann ich ausmachen, dass ich der Prüfung am liebsten fern bliebe. Dies alles nehme ich in Kauf, lasse es stehen und gehe zur Prüfung hin. Dies tue ich allerdings nur, wenn mir die Prüfung und die Folgen wichtig genug sind.

Es geht also weniger um Symptomreduktion. Idealer Weise ist nach Abschluss der Therapie sich seiner Werte bewusst, dazu in der Lage, seine Gedanken und Gefühle wahrzunehmen und zu akzeptieren sowie sein Handeln an den eigenen, höchstpersönlichen Werten auszurichten.

Wichtige Elemente in der Therapie sind das Erlernen von Achtsamkeit, von Offenheit auch gegenüber unangenehmen inneren Erlebnissen (Angst, Wut, Ärger, Trauer, Leere, „negativen“ Gedanken usw.), von Techniken, mittels derer es möglich ist, seine Gedanken nicht so ernst zu nehmen. Dies wird weniger über Gespräche vermittels, sondern mehr durch Metaphern, Übungen, Experimente oder Imaginationen in den Sitzungen erlebbar gemacht.

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